Fliegen mal drei

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Eine Etablierung dieser Art wäre eine große Gefahr für den heimischen Obstbau, da diese Fruchtfliege eine sehr große Anzahl an Wirtspflanzen befällt, vor allem Pflanzen mit fleischigen Früchten, in unseren Breiten wäre das Pfirsich.

Nicht gut Kirschen essen

Noch größere Gefahr dürfteb laut AGES aber von der Kirschessigfliege, Drosophila suzukii, ausgehen. Sie gehört zwar nicht zu den "Fruchtfliegen", befällt aber auch frische heranreifende Früchte - ganz im Gegensatz zu den meisten Essigfliegen, die nur gärendes, faulendes Obst befallen und damit keinen Schaden verursachen. Für die Kirschessigfliege ist jede Frucht mit dünner Schale - vor allem Beerenobst, aber auch Steinobst, Weintrauben und Gemüsefrüchte - eine geeignete Wirtspflanze. Darüber hinaus können auch bereits beschädigte Äpfel und Birnen befallen werden.

Die Heimat der Kirschessigfliege ist Asien. Erst 2009 und 2010 wurde sie in Nordamerika und Kanada und in Europa (Italien) entdeckt und im folgenden Jahr schon in Spanien, Frankreich, Korsika und Slowenien. Im Jahr 2011 wurde sie in der Schweiz und auch in Österreich (September 2011) festgestellt. Eine großräumige Verbreitung erfolgt durch den Transport befallener Früchte, eine lokale Ausbreitung ist durch die mobilen Fliegen selbst möglich.

Mittelmeerfruchtfliege

Aktuelle Untersuchungen der AGES und des Amtlichen Pflanzenschutzdienstes Wien von 2010 und 2011 zeigen, dass die Mittelmeerfruchtfliege, Ceratitis capitata, in Wien vorkommt. Mündliche Mitteilungen und Veröffentlichungen bestätigen, dass sie bereits seit den 1930-er Jahren in Wien immer wieder beobachtet wurde. Es besteht daher die Annahme, dass sie bereits an mehreren Standorten in Wien etabliert zu sein scheint.

Die Mittelmeerfruchtfliege stammt ursprünglich aus dem tropischen Afrika, ist inzwischen weltweit verbreitet und zählt zu den bedeutendsten schädlichen Fruchtfliegenarten. Diese Fruchtfliege kann über 200 Pflanzenarten bzw. Früchte befallen, wie Pfirsich, Birne, Apfel, Zitrusfrüchte und viele mehr.

© 2012 - Österreichische Arbeitsgemeinschaft für i n t e g r i e r t e n Pflanzenschutz
   
| Samstag, 19. Mai 2012 |