Studie: Pflanzenschutz senkt Ausstoß von Treibhausgasen
Die Klimaeffizienz des Pflanzenschutzes zeigt sich in einer Beispielrechnung für Pilzbekämpfungsmittel (Fungizide): Wenn deutsche Landwirte zur Herstellung der gleichen Menge Ernteguts anstelle von Fungiziden andere Produktionsfaktoren auf zusätzlichem Ackerland einsetzen, würde dadurch nahezu die zwölffache Menge an Treibhausgasen freigesetzt, die bei Herstellung, Transport und Ausbringung der Fungizide entstehen.
Die spezifischen Treibhausgas-Emissionen für die Produktion einer Tonne Weizen würden nach den Berechnungen der Forscher beim Wegfall der Fungizide um 13 Prozent von 404 kg/t auf 454 kg/t steigen. Indirekte Wirkungen, wie Landnutzungsänderungen, sind da noch nicht eingerechnet; diese könnten je nach Szenario verheerende Einmaleffekte in der Treibhausgasbilanz hervorrufen. Um die Klimaschutzleistungen des Pflanzenschutzes in Deutschland zu erfassen, müssen nach Auffassung der Forscher die indirekten Klimaeffekte durch Verlagerung der Emissionen in andere Weltregionen in die Berechnung mit einfließen.Link: IVA



